Schwerpunkte

Auf dem 108. Bundeskongress in Aachen sollen einige thematische und organisatorische Schwerpunkte gesetzt werden:

 

Der 108. MNU-Bundeskongress 2017 in Aachen nimmt sich mit dem Motto "Impulse zur Nachhaltigkeit" eines wichtigen aktuellen Themas an. Bildung für nachhaltige Entwicklung hat laut der UNESCO Weltkommission eine zentrale Bedeutung für die Lösung der Herausforderungen einer global vernetzten Welt.

Nachhaltig ist eine Entwicklung, welche die Lebensqualität der gegenwärtigen Generation sichert und gleichzeitig zukünftigen Generationen die Wahlmöglichkeit zur Gestaltung ihres Lebens erhält. Dies beinhaltet soziale Aspekte wie Chancengleichheit, ökologische Aspekte wie den ressourcenschonenden Umgang mit der Natur und ökonomische Aspekte wie ein auf Dauerhaftigkeit aufgebautes faires Wirtschaftssystem. Nachhaltigkeit heißt für uns insbesondere, im Bildungssystem der nächsten Generation Teilhabe an Entscheidungs- und Gestaltungsprozessen zu ermöglichen.

Der MNU-Bundeskongress bietet mit seinem Fächerkanon eine hervorragende Möglichkeit, Nachhaltigkeit interdisziplinär bzw. fächerübergreifend zu diskutieren und mögliche Perspektiven aufzuzeigen. Der Bundeskongress berücksichtigt die dauerhafte Verankerung von Gelerntem u.a. durch die Dokumentation unserer Tagungsergebnisse und soll das Entstehen tragfähiger Kontakte in angenehmer Atmosphäre ermöglichen.

Neben inhaltlichen Beiträgen zur Nachhaltigkeit in Vorträgen, Workshops und in der Ausstellung legen wir Wert auf die Verwendung von ökologischen bzw. biologischen Produkten sowie die Reduzierung von Papierkonsum. Das Catering berücksichtigt ebenso die Verwendung von Bio-Lebensmitteln. Die nachhaltige Bauweise im neuen Kongressgebäude C.A.R.L. zeigt sich zum Beispiel durch die Verwendung recycelbarer Baustoffe und durch die Gestaltung der Fassade. Durch ein entsprechendes Kongressticket wird die durchgehende Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel möglich sein.

Wir laden Sie herzlich ein, mit uns Zeichen für die Zukunft zu setzen!

Schwerpunktverantwortliche: Fritzi Kersting-Prüßner

Dokumentation-Entwurfsfassung 1082 A039 Wochenmarkt klein
Stadtpark Westpark 007 klein

Technik

MINT-Kongress mit Akzent auf dem T

Hinsichtlich der Tagungsbeiträge, Publikationen und Projekte ist das „T“ in MINT oft unterrepräsentiert – auch im Verhältnis zum jeweiligen Stundenumfang an Gymnasien, Gesamtschulen und Berufskollegs und auch im MNU. Dieses Problem droht durch den bestehenden und sich ausweitenden Mangel an Techniklehrkräften noch verschärft zu werden. So ist davon auszugehen, dass bis 2026 lediglich 10% des Bedarfs an Technik-Lehrkräften gedeckt werden kann (vgl. Klemm 2015), was sich zwangsläufig auf die Nachwuchssituation in den Ingenieurswissenschaften auswirken wird.

Der Verband zur Förderung des MINT-Unterrichts möchte die Ausrichtung des 108. MNU-Bundeskongresses an einer exzellenten Technischen Hochschule nutzen, um den technischen und den berufsbildenden Bereich in besonderer Weise zu beleuchten und verstärken. Das Angebot der RWTH an technischen Fachrichtungen für das Lehramt an Berufkollegs ist auf Landes- und Bundesebene einzigartig; hinzu kommt der neue Lehramtsstudiengang Technik an Gymnasien und Gesamtschulen.

Beim 108. MNU-Bundeskongress soll es eine eigene Vortrags- und Workshopschiene Technik geben, die sich allen Facetten des Technik-Unterrichtes widmet.

Schwerpunktverantwortliche: Prof. Dr. Volker Rexing, Prof. Dr. Josef Riese

ÜBERGÄNGE ZWISCHEN MINT-AUSBILDUNGSPHASEN

Sitzschnecke an der RWTH

Übergänge stellen Herausforderungen dar und sind oft mit Reibungsverlus-ten verbunden. Dies gilt für die Übergänge von der Grund- bis zur Hoch-schule ebenso wie für die Phasen der Lehramtsausbildung – auch und zum Teil besonders im MINT-Bereich. Auf dem Schwerpunktnachmittag kom-men Experten aus den unterschiedlichen Ausbildungsphasen zu Wort und miteinander ins Gespräch. Dazu gibt es Informationen und Inspirationen aus einer Vielzahl an spezifischen Übergangsphasen der MINT-Ausbildung wirkender Projekte und Gelegenheit zum persönlichen Austausch.

Programm am Freitag, dem 7. April 

15:00 – 16:20 Uhr, H 11
„Schlaglichter auf verschiedene MINT-Übergänge: wesentliche Erfahrungen und bewährte Maßnahmen“
Impulsvorträge von Expertinnen und Experten aus Schule und Hochschule

16:20 – 17:00 Uhr, H 11
„Best Practice: Brückenschläge zwischen MINT-Ausbildungsphasen“
Authentische Impressionen aus der Projektumsetzung in Form von Fotos, Kurzfilmen und Live-Auftritten

15:00 – 17:00 Uhr, S 03
„Glätten und Begleiten, Vor- und Nachbereiten“
Markt der Möglichkeiten mit Informationsständen zu ausgewählten Projekten von Schulen, Hochschulen und Außerschulischen Lernorten

Schwerpunktverantwortliche: Prof. Dr. Johanna Heitzer

Integrierter Junglehrer - Tag

Lehrkräfte in den ersten Berufsjahren, Referendar/innen und Lehramtsstudierende stehen am Anfang ihrer beruflichen Laufbahn als Lehrerin oder Lehrer vor einigen Herausforderungen. Im Mittelpunkt dieser Berufsphase stehen die (Weiter-)Entwicklung der eigenen Lehrerpersönlichkeit und der eigenen Unterrichtspraxis mit ihren vielfältigen Facetten. Gutes Unterrichtsmaterial und leicht umsetzbare Tipps für den eigenen Unterricht sind Gold wert. Hier setzt der integrierte Junglehrertag des 108. MNU-Bundeskongresses an. Er ist als ein auf die Belange von jungen Lehrkräften zugeschnittenes Angebot konzipiert worden, das neben Impulsen für die (Weiter-)Entwicklung der eigenen Unterrichtpraxis und Lehrerpersönlichkeit auch ein Forum für den Austausch mit anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern bietet. Bereits am Freitagabend beginnt das Junglehrerprogramm mit einem gemeinsamen Abend, der dem Kennenlernen und dem Austausch dient und so einen geselligen Auftakt zum Junglehrertag am Samstag bietet.
Das Programm des Junglehrertages besteht auch einem fachübergreifenden Einstiegsvortrag auf den eine Auswahl fachbezogener und fachübergreifender Workshops in zwei Schienen mit jeweils 8 parallelen Angeboten erfolgt. Mit einem Hauptvortrag zum Thema „Instruktion und Beziehung - eine Rehabilitierung von Unterrichtsaspekten höchster Lernwirksamkeit “ von Michael Felten wird ein Ausweg vorgestellt aus dem Zwiespalt, den viele junge Lehrkräfte empfinden, wenn sie in ihrem Unterricht traditionelle statt reformierter Unterrichtskonzepte praktizieren. Ein umfangreiches Workshop-Angebot zu den Fächern Biologie, Chemie, Mathematik, Informatik, Physik und Technik sowie zum Bereich MINT-interdisziplinär bietet innovative Anregungen für die inhaltliche, didaktische und methodische Ausgestaltung des eigenen Unterrichts. Bei der Auswahl der Themen wurde Wert darauf gelegt, dass aus der Teilnahme am Workshop ein möglichst hoher unmittelbarer praktischer Nutzen für den eigenen Unterricht gezogen werden kann.

 

Campus Melaten

JungLehrer-Abend

Wir möchten alle am Kongress teilnehmenden Junglehrer und Junglehrerinnen ebenfalls herzlich zum Junglehrer-Abend am Freitag, 07. April 2017, einladen. Am Vorabend zum Junglehrer-Tag findet ein lockeres Kennenlernen im La Jeunesse statt.

Schwerpunktverantwortliche: Ines Lammertz, Dr. Nadine Bergner, Dr. Christina Roeckerath

MINT grenzenlos

Kaiser Karl mit Europaflagge

MINT-Bildung hört nicht an der Grenze auf, der MNU-Bundesverband pflegt traditionell enge Beziehungen zu befreundeten MINT-Lehrerverbänden im Ausland. Die geographische Lage Aachens legt einen Blick über den Tellerrand insbesondere Richtung Belgien und Niederlande / BeNeLux nahe. Auf dem Kongress sollen Gemeinsamkeiten und Unterschiede dieser und weiterer Staaten bezüglich des MINT-Unterrichts und der MINT-Lehrerbildung in den Blick genommen werden.

 

Programm am Samstag, dem 8. April 

14:00 – 15:30 Uhr, H 11
Workshop „Kompetenzorientierung im Bereich Stochastik für die Grundschule und Sek I“
Marie-Christine Hoeven, Autonome Hochschule in der DG, Eupen (B)
mit Catherine Schnackers, Karl-Heinz Brüll

14:00 – 14:45 Uhr, H 08
Vortrag „Das Technasium am Bernardinus College in Heerlen“
Tessa Lodewijks, Bernardinus College, Heerlen (NL),
mit Wim Horsch

15:00 – 15:45 Uhr, H 08
Vortrag „Europäische MINT-Projekte im Rahmen des Erasmus-Programms“
Marion Käppler, Einhard-Gymnasium, Aachen
mit Henning Kwiatkowski

ab 16:00 Uhr, H 11
Offener Austausch „Grenzenlose MINT-Bildung“
Die Vertreter der ausländischen Verbände sind eingeladen, sich und ihre Projekte mit Postern und Material vorzustellen.

Bitte beachten Sie an dem Tag auch die Angebote in der Fachschiene „MINT interdisziplinär“, u.a. zum „Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Naturwissenschaften“ und interkultureller sowie integrativer MINT Bildung.

 

Schwerpunktverantwortlicher: Stefan Pohlkamp

Digitale Werkzeuge

Graphik Digitale Werkzeuge

LEHREN UND LERNEN MIT DIGITALEN WERKZEUGEN

Digitale Werkzeuge können – sinnvoll und mit Mehrwert eingesetzt - beim Lernen helfen. Werkzeuge sind Hilfsmittel und können aus sich heraus nichts bewirken. Ob sie segenreich oder schädlich sind, liegt nicht am Werkzeug, sondern an den Nutzern. Möglichkeiten zum entdeckenden Lernen, zum Kommunizieren und Visualisieren sind nur einige Chancen, die digitale Werkzeuge bieten. Aber die Umsetzung kommt nicht vom Werkzeug, bei allen Lernwerkzeugen – ob analog oder digital – gilt nach wie vor: „auf den Lehrer kommt es an“.

Die digitale Bildung ist in Bund und Land zu einem zentralen bildungspolitischen und pädagogischen Thema geworden. Es wird nicht mehr diskutiert, ob digitale Medien ins Klassenzimmer gehören, sondern wie sie eingesetzt werden sollen. Das sind aktuelle und heiß diskutierte Fragen über alle MINT-Fächer hinweg, bis hin zum Grafik-Taschenrechner-Einsatz im Mathematik-Abitur. Die zunehmende Digitalisierung des Schulunterrichts führt jedoch nicht automatisch zu einer besseren Unterrichtsqualität. Hier sind große Aufgaben für die Lehrer-Ausbildung und Fortbildung.

 

Programm für den Schwerpunkt „Digitale Werkzeuge“, Sonntag, 09.04.2017

Vorträge

08:30 – 9:15 Uhr, H 05
Dr. Thomas Schiller: digi.komp: Kein Kind ohne digitale Kompetenzen – Modell für digitale Kompetenzen in Österreich.

09:15 – 10:00 Uhr, H 05
Jürgen Kury: Zwischen Touchscreen und Kreidetafel. Unterrichtsbeispiele und –erfahrungen aus dem Schulversuch des Landes Baden- Württemberg zum Tableteinsatz im Mathematikunterricht.

Podiumsdiskussion

10:15 – 11:45 Uhr, H 05
Lehren und Lernen mit digitalen Werkzeugen
Experten aus Schule, Hochschule, Schuladministration und Stiftung diskutieren unter der Moderation von Britta Mersch (Medienbüro Köln):
Prof. Dr. André Bresges (Universität zu Köln), LRSD Norbert Stirba (Bezirksregierung Düsseldorf), Gaby Heintz (MNU AG Werkzeugkompetenzen), Prof. Dr. Sven Kommer (RWTH Aachen), Dr. Andreas Pallack (MNU Bundesvorstand), Birgit Schmitz (Deutsche Telekom Stiftung).
Die Zuhörer werden geeignet in die Diskussion mit eingebunden.

Workshops

08:30 – 10:00 Uhr, S 03
Dr. Jürgen Schnitker: Erprobung der Computersoftware Odyssey: 3D-Visualisierungen auf der Teilchenebene zur Veranschaulichung von Basiskonzepten und zur Korrektur von nicht-belastbaren Vorstellungen („Misconceptions“)

10:15 – 11:00 Uhr, S 03
Tobias Breuer: Der GTR im Mathematik-Unterricht der Oberstufe.

11.15 – 12:00 Uhr, S 03
Dr. Oliver Labs: 3D-Druck mathematischer Objekte jenseits von Ebene und Kugel.
Im Anschluss ist eine Ausstellung mathematischer 3D Objekte zu besichtigen.

Schwerpunktverantwortlicher: Hans-Jürgen Elschenbroich

Begabungsförderung

Begabungen und Talente in den MINT-Fächern nachhaltig fördern

Sehr geehrte Damen und Herren,
der diesjährige MNU-Bundeskongress steht unter dem Gesamtmotto der Nachhaltigkeit. Diesem Motto haben wir uns auch für unser diesjähriges Fachforum zur Begabungsförderung verschrieben und es unter den Titel „MINT-Talente nachhaltig fördern“ gestellt. Wir möchten in diesem Rahmen unterschiedliche außerunterrichtliche Fördermaßnahmen vorstellen, die alle durch ihre nachgewiesene, nachhaltige Wirkung, außerordentliche Best-Practice-Beispiele darstellen, von denen sich viel Lernen lässt. Wir freuen uns sehr, dass wir für unser Fachforum unsere Wunsch-Referenten gewinnen konnten.

Begabungsförderung Mathematik für Grundschüler

In seinen Einführungsvortrag wird der Diplompsychologe und Wissenschaftliche Leiter des Hoch-Begabten-Zentrums, Herr Dr. Michael Wolf, aufzeigen, welche Voraussetzungen eine erfolgreiche, nachhaltige Förderung erfüllen muss. Das Hoch-Begabten-Zentrum ist zum einen eine spezialisierte Schulpsychologische Beratungsstelle für Hochbegabung. Neben der Diagnostik und der Beratung von Familien und Schulen ist das Hoch-Begabten-Zentrum aber auch selbst operativ durch die Organisation und Entwicklung von speziellen Förderprogrammen aktiv. Das Hoch-Begabten-Zentrum wurde im Jahr 2011 für seine Förderangebote mit dem Karg-Preis ausgezeichnet.
Herr Volker Brand ist ausgebildeter Diplom-Psychologe und Leiter der Deutschen SchülerAkademien (DSA) bei Bildung und Begabung in Bonn. Die Deutschen SchülerAkademien wurden 1988 erstmalig von ihm ins Leben gerufen und fördern jährlich rund 1100 Jugendliche aus dem gesamten Bundesgebiet. Ihre nachhaltige, langfristige Wirkung auf die Persönlichkeitsentwicklung begabter Jugendlicher wurde wissenschaftlich nachgewiesen. Wie die Deutschen SchülerAkademien dies erreichen, wird Herr Brand in seinem Vortrag berichten.
Herr Dr. Thoralf Räsch ist Akademischer Oberrat am Mathematischen Institut der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und der verantwortliche Koordinator für das Frühstudium vor dem Abitur (FFF = Fordern, Fördern, Forschen) der Uni Bonn. Im vergangenen Jahr feierte das FFF-Programm seinen 15. Geburtstag.
Über die Begabungsförderung an außerschulischen Lernorten werden Rusbeh Nawab, dem Leiter des Science Collegen Overbach, Frau Ina Keutmann, Mitarbeiterin im JuLab am Forschungszentrum Jülich, und Max Oberröhrmann, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Uni Köln, berichten. Die drei Referenten sind ausgewiesene Experten auf diesem Gebiet und werden aufzeigen, wie sich Kinder und Jugendliche durch den Besuch außerschulischer Lernorte für neue Themen begeistern lassen.

 

Programm für das Fachforum Begabungsförderung „MINT-Talente nachhaltig fördern“ im Rahmen des MNU-Bundeskongresses am Sonntag, 09.04.2017 in Aachen
 8.45 Uhr       Begrüßung und Einführung 
     
 9.00 - 10.00 Uhr

   Voraussetzungen für eine nachhaltige Begabungsförderung
 Dr. Michael Wolf, Wissenschaftlicher Leiter des Hoch-Begabten-Zentrums, Brühl
     
 10.00 – 10.45 Uhr

  Fördern, Fordern, Forschen – 15 Jahre erfolgreiches Schülerstudium an der Uni Bonn
Dr. Thoralf Räsch, FFF-Koordinator, Rheinische Friedrich-Wilhelms Universität
     
10.45 – 11.30 Uhr

  Wenn Schule wie Akademie wäre, würde ich sie mögen.
Volker Brandt, Bildung und Begabung, Bonn
     
11.30 – 12.15 Uhr




  Lernen mit Begeisterung - Begabungsförderung an außerschulischen Lernorten


Rusbeh Nawab, Leiter Science College Overbach, Jülich
Anne Fuchs-Döll, JuLab, Schülerlabor des Forschungszentrum Jülich
Max Oberröhrmann, MSc., Konzeption Schulversuche SFB 956

 

Hörsaal H 11, C.A.R.L.

Schwerpunktverantwortliche: Michael Funke, Rusbeh Nawab, Laura Loibl